Neubau- und Umnutzungspotenziale auf Stadtbrachen für künftige Wohnungsnachfrage: Umweltwirkungen, soziale, wirtschaftliche und fiskalische Folgen sowie Instrumente einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung
Projektpartner
Planersocietät Dortmund
Ziele des Projekts
Im Rahmen des Projekts wurden vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der Ressourcenverknappung anhand von Fallstudien Handlungsansätze zur Förderung des Flächensparens und Flächenrecyclings erarbeitet. Es wurden praxistaugliche Vorschläge für konkrete Maßnahmen und Instrumente entwickelt, die insbesondere dazu beitragen, privatwirtschaftliches Engagement im Bereich der Innenentwicklung zu aktivieren.
Basis der Arbeit waren drei Fallstudien aus je einer demographisch wachsenden (Stuttgart), stagnierenden (Hannover) und schrumpfenden (Halle/Saale) Beispielregion. Für diese Regionen wurden je ein oberes und unteres Demographie-Szenario in Anlehnung an die Modellrechnungen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung sowie des Statistischen Bundesamtes entwickelt; Bestandsaufnahmen der Brachflächen, Leerstände und der genutzten Gebäudebestände durchgeführt; die kurz-, mittel- und langfristig realisierbaren Neubaupotentiale ermittelt; Prognosen der jeweiligen regionalen wirtschaftlichen Entwicklung mit Rückwirkungen auf Arbeitsplätze, Wohnungsnachfrage und Nachfrage nach Gewerbeimmobilien erarbeitet.
Für verschiedene demographische und planerische Entwicklungsszenarien (’Grüne Wiese’ bzw. innerörtlichen Brachflächen/Bestand) wurden die kurz-, mittel- und langfristig zu erwartenden Umweltauswirkungen, einschließlich der Auswirkungen auf das Klima, die sozialen und ökonomischen Folgekosten, die Leerstandsrisiken und Verteilungswirkungen zwischen Kommunen sowie die Chancen und Risiken für die Anbieter von Mietwohnungen, für Miethaushalte und für die Träger von Infrastrukturen
untersucht.
Weitere Arbeitsschritte waren die Überprüfung und Bewertung neuer planerischer und ökonomischer Instrumente des Flächensparens sowie von Instrumenten, die im Ausland angewendet werden, und von Alternativen für die (Zwischen-) Nutzung von Brachflächen, u.a. im Hinblick auf Umwelt, Kommunalfinanzen und Wohnungsmarkt.
Es wurden Empfehlungen erarbeitet
zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wiedernutzung von Brachflächen und bestehender Bausubstanz auf Bundes- und Landesebene sowie im System der kommunalen Finanzen, für Instrumente, die auf regionaler und kommunaler Ebene eingesetzt werden können, um die Planungs- und Investitionssicherheit zu erhöhen, zur Zusammenarbeit zwischen Kommunen und privatwirtschaftlichen Akteuren bei der Revitalisierung innerörtlicher Brachflächen.
Finanzierung
Auftrag des Umweltbundesamtes
Projektlaufzeit
1.1.2008 bis 31.03.2010
Ansprechpartner
Dieter Behrendt
Nachhaltiges Flächenmanagement Hannover
Projektpartner
Landeshauptstadt Hannover
Institut für Wirtschaftsrecht, Leuphana Universität Lüneburg
Ziele des Projekts Entwicklung einer privatwirtschaftlichen Fonds-Finanzierungskonstruktion zur Mobilisierung von Brach- und Reserveflächen Aufbereitung der Flächeninformationen als Daten-Input für das Fonds-Finanzierungskonzept Analyse und Definition der Interessen der relevanten Akteure und der daraus folgenden Bedingungen für die Gestaltung der Finanzierungskonstruktion Überprüfung der Realisierungschancen für das entwickelte Fonds-Konzept
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.flaechenfonds.de
Finanzierung
Forschungsförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektlaufzeit
1.1.2006 bis 30.06.2009
Publikationen
Degenhart H., Fiedrich G. & Holstenkamp L. 2008: Öffentlich-private Fondslösungen zur Revitalisierung von Brachflächen: Ein Fondsmodell für Hannover und seine Übertragbarkeit auf Umbruchregionen. ZAU Sonderheft 2008
Kleinhückelkotten S. 2007: Sustainable Land Management in the City of Hannover - A Private Sector Fund Model to Mobilise Brownfields and Reserve Building Land. in: UBA (ed.): Proceedings 2nd International Conference on Managing Urban Land. Saxonia, Freiberg, S. 609-612
Ansprechpartnerin
Dr. Silke Kleinhückelkotten
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